Alte Remonte


Nach dem ersten Anreiten im Mai 2006 bekam Baron vierjährig eine Weidepause, wobei er an der Hand weitergearbeitet und longiert wurde.

Kurz nach dem ersten Aufsitzen machten sich wachstumsbedingte Knieprobleme bemerkbar. Die Übergänge waren nicht mehr mit untergeschobener Hinterhand möglich und die Kniescheiben hakelten öfter.

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In Verbindung mit zwei chiropraktischen Behandlungen durch Frau Mag. Simmerer und vielen, vielen Bergaufspaziergängen sollte die Muskulatur aufgebaut werden, die die Bänder und die Kniescheiben "hielt". Auch wuchs Baron wieder, mal vorne, mal hinten. So bekamen wir das "Hakeln" ganz gut in den Griff. Heute, April 2007 ist es immer noch ab und zu sichtbar, aber minimal und man wird langfristig sehen, ob es sich auswächst.

Deshalb war reiten erstmal hinten angestellt.

Im Herbst begann ich Baron wieder regelmäßig im Zweitages-Rhythmus mit immer wieder eingeschobenen Handarbeits-Einheiten.

Baron ging innerhalb kürzester Zeit auf Trense - wahlweise auch Trense und Kappzaum - weite Bahnfiguren, Zirkel, durch die ganze Bahn wechseln usw. im Schritt und Trab.

Dehnungshaltung war schon gut abrufbar und er ließ sich auch schon gut biegen. Hier machte sich die Vorarbeit an der Hand bemerkbar.

Den Galopp habe ich nur angetestet, den möchte ich noch nicht in unser Programm aufnehmen, obwohl er sehr gut ausbalanciert ist.

An der Hand habe ich natürlich mit ihm weitergearbeitet.

Seitengänge wie Schulterherein klappen nun schon in verschiedenen Abstellungen und Biegungen. Der Adelige schwingt weit unter seinen Körper und ist ganz leicht am inneren Zügel.

Im Travers biegt er sich korrekt bis in den Schweif, den er sehr demonstrativ umlegt. Im Renvers haben wir noch ein wenig an der durchgehenden Biegung bei langem Hals und offenem Kehlwinkel zu tüfteln.

Auch die Halben Tritte haben wir an der Hand in unser Programm aufgenommen. Er hat sie immer schon mal angenommen und seit kurzer Zeit forciere ich sie. Wobei ich sie nicht fordere, er ist immerhin erst 4,5 Jahre alt. Aber wenn er sie in Folge der beginnenden Versammlung in den Seitengängen anbietet, darf er sie auch zeigen und wir formen sie ein wenig.

Seine derzeitige Lieblingsübung an der Hand (und ab und an auch mal unter dem Sattel) ist das Steigen. Darin glänzt er und ich musste es ihm nie "beibringen", da er vorne generell leicht ist. Aber so habe ich ein Kommando dafür und habe dieses Verhalten unter Kontrolle.

Baron ist sichtlich erwachsener geworden und baut immer mehr Muskulatur auf, der Rücken ist schon sehr gut, die Wirbelsäule gut eingebettet. Vor- und Hinterhand haben schöne "Hosen" und er bewegt sich mit einer Leichtigkeit, dass es eine Freude ist.

Auch geistig ist er immer aufnahmebereiter und WILL lernen. Natürlich achte ich immer darauf, dass er nicht überfordert ist, weder körperlich noch geistig.

Aber ich muss natürlich auch an unsere Grenzen gehen, damit wir uns verbessern. Aber das Pferd gibt immer die Zeit vor.

 

 

 



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