Erstes Kennenlernen


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Alter: 2 Jahre und 6 Monate

Die ersten Tage ist Baron von dem langen Transport noch sehr müde, ich lasse ihn zwei Tage nur in der Box. Er frisst gut und ist interessiert an seiner Umgebung.

Danach darf er auf den Paddock und schon beim ersten Betreten der Box, beim ersten Führen, beim ersten Anlegen des Halfters beginnt die Ausbildung des zukünftigen Reitpferdes.

Da Baron wenig Menschenkontakt kannte, was ich als Vorteil sehe, muss ich kleinste Handgriffe in einzelne Schritte zerlegen.

Die pos. Bestärkung bw. das Clickern erweist sich als der richtige Weg. Nach einigen Tagen senkt Baron den Kopf freiwillig in sein Halfter. Dieses „Kopf-tief“ wird mir später noch öfter helfen, wenn er aufgeregt ist und die Situation eskalieren könnte. So kann ich ihm Sicherheit vermitteln und wir vermeiden unschöne Szenen.

Beim Putzen achte ich darauf, dass er sich überall berühren lässt. Auch Hufe geben lernt er. Ich möchte, dass er auf leiseste Hilfen (Blick, Fingerzeig, verbales Kommando) seine Hufe hebt und sie gelassen hält.

Das Führen lernt er von Anfang an von links und von rechts, alle Lektionen müssen beidseitig ausgeführt werden, da gehört das Führen auch dazu.

Dazu verwende ich einen feinen Kappzaum, auch Cavecon genannt. Damit kann ich fein einwirken, aber auch mal vermehrt durchgreifen, Baron muss ja verständlicherweise testen – und das darf er auch.

Das Vertrauen wächst von Tag zu Tag, wir können schon alleine in der Halle einige Minuten „arbeiten“, sprich Führübungen, abwenden, Trab-Schritt; Trab-Halt; Halt-Schritt; Schritt-Trab.

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Vorhand und Hinterhand kann ich mit meiner Hand und Körpersprache „verschieben“. Wichtig dabei ist, vom Boden aus schon so fein zu arbeiten, wie das Pferd später auf die Hilfen unter dem Reiter reagieren soll. Das fängt beim ersten „Umstehen“ am Putzplatz an und endet in einer formvollendeten Galopppirouette.

Aber davon sind wir noch weit entfernt, ich erfreue mich jeden Tag, Baron in freier Bewegung zu erleben.

Zur Grunderziehung habe ich mir viele Gedanken gemacht. Seit der Ankunft von Baron führe ich ein tägliches Protokoll und arbeite mit einem Konzept mit kurz-, mittel- und langfristigen Zielen.

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Dazu gehören in der Grunderziehung:

Aufhalftern – Kopf senken
Anbinden – ruhig stehen bleiben – umstehen
Hufe geben
Einsprayen
Kopf und gesamten Körper putzen/ berühren
Decke rauf/runter
Gamaschen gewöhnen
Führen von rechts und links
Anhalten-rückwärts
Antraben-durchparieren
Stehen bleiben!
Versch. Hindernisse-Trail
Beine heben auf Gertensignal
Wasserfest machen – Pfützen und Füße abspritzen

 



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