Junge Remonte


Alter: 3 Jahre – 4 Jahre

Mit drei Jahren darf Baron das erste Mal ein Gebiss spazieren tragen. Auch das Auftrensen lernt er mit dem Clicker in vielen kleinen Schritten, bis er die Trense aktiv nimmt und zufrieden damit ist. In den nächsten Monaten muss ich bei der Arbeit mit dem Gebiss immer den Zahnwechsel im Hinterkopf behalten und regelmäßig die Zähne kontrollieren lassen.

Mit Kappzaum und einer leichten Longe arbeiten wir jetzt 3 – 4 Mal pro Woche in der Halle. Es macht ihm jetzt nichts mehr aus, von der Herde getrennt zu sein und einige Minuten mit mir alleine in der Halle zu verbringen.

Wir beginnen meist mit Führübungen, von rechts und links. Viele Übergänge vom Schritt zum Halt und wieder angehen helfen mir, die erforderliche Aufmerksamkeit zu erlangen. Dabei achte ich immer auf ein korrektes Antreten von  hinten und dem geschlossenem Stehen.

Das geschlossene Stehen hat Baron innerhalb weniger Einheiten verstanden und will natürlich wieder Perfektionist sein. Wenn ich nicht schnell genug lobe, wird er wütend und stampft. Er hat ja Recht, Lob darf nie fehlen!

Da der Adelige ein wenig rückständig steht, korrigiere ich eher die Vorderbeine, mit der Zeit korrigiert er sich selbst und ich kann mich wieder auf die Hinterhand konzentrieren.

Nach den Führübungen lasse ich ihn um mich herum untertreten, dabei achte ich darauf, dass er sich löst, die innere Hüfte vorne und das innere Hinterbein das tragende ist.  Dabei kaut er schön ab und nimmt bald konstant eine losgelassene Form ein und dehnt seine äußere Körperseite.

Das Longieren entwickle ich aus diesem Untertreten, indem ich ihn mit meiner Körpersprache auf den Zirkel rausschicke. Ich gehe viel mit und begleite gerade die Übergänge mit meinen Körpersignalen.

Ich longiere grundsätzlich ohne Hilfszügel und möchte ein Pferd, das sich selbst trägt, besonders in den Übergängen, über eine gute Balance verfügt und sich formen lässt.

Auch beginne ich mit der Handarbeit auf Trense, wobei ich die Kombination Trense – Kappzaum bevorzuge.

Aus dem Untertreten entwickeln wir Schulterherein, Travers, Renvers, Traversale und div. Kombinationen der Lektionen.  Wichtig ist mir, dass wir die Lektionen nicht um der Lektionen willen „abspulen“. Das Pferd wird durch die Seitengänge geradegerichtet und gymnastiziert, das jeweilige Hinterbein wird in seiner Tragfähigkeit gestärkt.

Ich lege Wert darauf, bei den Seitengängen auf Qualität vor Quantität zu achten. Besser zwei korrekte Schritte als zwanzig falsch.

Immer wieder auf Volten abbiegen und auf der Biegung gerade richten/lösen. Auf auf das frische Vorwärts achten!

Die Handarbeit mache ich nur im Schritt, im Trab müsste ich ihn langsam machen, was ja genau das Gegenteil von dem wäre, was ich will.

 MaiBaron.jpg

Konzept für dieses Ausbildungsjahr:

VIEL Koppel!

PaddockAugust2.jpg

Untertreten im Schritt
Seitengänge – Gang erhalten
Aufsteigehilfe führen und stehen bleiben
Freiarbeit/spielen
Verladen
Hüftkontrolle im Stand
Auftrensen – Kopf senken
Spazieren gehen
Platz/Halle – Losgelassenheit
An der Hand mit Gebiss untertreten
Seitengänge mit Gebiss

 



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