Wöchentliche Einzeltrainings mit Michaela Erhart bis Oktober 2009


 

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Lange haben ich nach einem Trainer gesucht, der erstens zu mir in den Stall kommt, noch dazu regelmäßig und der einfach „zu uns passt“. Ich stelle an mich die größten Anforderungen, diese sollte auch mein Trainer erfüllen.

 

Auch meine vielen Fragen und mein ewiges Selbsthinterfragen sind nicht für alle Trainer zu bewältigen. Und dann sollte es auch noch ein Trainer sein, der den Spagat „Klassiker“ und „FN“ zustande bringt.

 

Ich bezeichne mich selbst als Klassiker, wobei ich mich nicht auf einen Trainer beschränke. Dies hemmt nur den Ausbildungserfolg, da jeder Trainer seine Schwerpunkte anders setzt und man überall neuen Input bekommt.

 

Allerdings vermeide ich „Trainer-Hopping“, die Trainingsmethoden sollen schon einem roten Faden folgen und nicht mein Pferd oder mich verwirren. Aber seit einiger Zeit habe ich die ideale Lösung für uns gefunden.

 

Michaela Erhart war sehr hartnäckig und hat mich schlussendlich davon überzeugt, dass Turnierreiter sehr wohl durchdacht reiten, ebenso hoffe ich, dass sie die Klassiker mittlerweile in einem anderen Licht sieht (wobei wir uns einig sind, das auf beiden Seiten einiges im Argen liegt).

 

Michi vereint für mich idealerweise von beiden Seiten die positiven Aspekte. Ihr Unterrichtsstil ist sehr ähnlich dem von Zentaurus, auch wenn sie dies nur ungern hört. ;)

 

Wir arbeiten an den Basics und an den Basics und immer wieder an den Basics. Sicher geht Baron mittlerweile Seitengänge relativ flüssig, aber es wäre falsch, sich darauf auszuruhen. Denn wir haben noch einige Baustellen, an die uns Michi immer wieder heranführt.

 

Korrekte Hufschlagfiguren, auf den Punkt geritten (mehr oder weniger..), Arbeit auf dem 2. oder 3. Hufschlag und viele, viele Übergänge zeigen uns, woran wir arbeiten müssen.

 

Ich lerne unkonventionelle Hufschlagfiguren-Kombis, wo ich anfangs bezweifle, ob wir das schon schaffen, aber die Anforderungen sind immer genau richtig und geben uns Selbstvertrauen, auch einmal neue Sachen ganz easy anzugehen.

 

Viel Trabarbeit hat mich anfangs gut in’s Schwitzen gebracht, mittlerweile spielt meine Kondition mit, immer wieder ein Zulegen und danach ein Einfangen, hier wird die Hinterhand aktiviert.

 

Mir ist ein absolutes Vorwärts auf den Schenkel wichtig, da die Klemmigkeit von Baron ein Entziehen darstellt. Je besser er vor dem Schenkel und am Zügel ist, umso weniger kann er hier klemmen. Dies bedeutet aber nicht, dass Baron über Tempo geritten wird, aber in „seinem“ Tempo.

 

Ein korrektes „Durch den Zirkel wechseln“ kann sehr anspruchsvoll geritten werden und offenbart die Schiefe des gerittenen Pferdes. Hier kann ein Ausfallen über die äußere Schulter oder ein Verwerfen analysiert und im weiteren Verlauf daran gearbeitet werden.

 

Michi sieht die Fehler nie beim Pferd, dies ist für den Reiter nicht sehr schmeichelnd, aber lehrreich. Ich möchte keine Schmeichlerei, ich möchte konstruktive Kritik. Und diese Kritik bekomme ich von Michaela Erhart, wenn sie auch ab und zu nicht angenehm ist. Sei es, dass ich wieder zu viel wollte, zu früh Perfektion einforderte oder aber auch Baron zu wenig forderte.

 

Somit bekomme ich von ihr immer wieder einen „Schubs“ in richtige Richtung und die Fortschritte geben ihr Recht!

 

Ich bedanke mich bei Michaela Erhart für die Zusammenarbeit bis Oktober 2009  und wünsche ihr eine erfolgreiche  Zukunft.

 

www.dressurteam-erhart.info

 



(c) Schoeppl.info - Last modified: 29.10.2009