Immer Ärger mit dem Knie!


Seit gut vier Jahren kämpfen wir immer wieder mit Problemen in der Bewegung - Baron leidet am sogenannten "losen Knie", diese Beschwerden sind wachstumsbedingt, zumindest hoffen wir das.

Bemerkbar macht es sich immer in den Übergängen vom Trab zum Schritt, durch zu lange Kniebänder rutscht die Kniescheibe aus der Führung und das Hinterbein (wahlweise rechts oder links oder bei einem Schub beidseitig) hakelt.

Die Symptome treten gerne in der Übergangszeit auf, schubweise über mehrere Tage, maximal 2 Wochen. Monatelang ist dann kein Hakeln mehr zu bemerken.

Wobei die Symptome Gott seit Dank nicht so massiv sind wie bei anderen Pferden, es blieb bis jetzt bei diesem "Hakeln".

Da es immer nur schubweise auftritt und meist nach einem Wachstumsschub, hoffen wir immer noch auf eine Ausheilung nach Beendigung des Wachstums. Bis 8 Jahre muss man bei einem Wallach schon geduldig sein.

Die Möglichkeit einer Operation besteht natürlich, aber dies ist für mich die letzte Option, derzeit haben wir das Problem auch ohne OP gut im Griff. Denn eine Operation hat natürlich sowohl Vor- als auch Nachteile.

Nach einer Pause ist das Hakeln immer vermehrt aufgetreten, deshalb wird Baron kontinuierlich gearbeitet.

Besonderes Augenmerk richte ich auf folgende Punkte:

- Koppelgang soviel wie möglich. Ruhige Bewegung (was Baron darunter auch versteht...;)) sind das A und O

- tägliches Training, in einer Akutphase kein Longieren, da hier die Scherkräfte zu hoch sind

- Unterstützung des Bindegewebes durch Schüssler Salze, Nr. 1 und Nr. 11

- eindecken des Pferdes schon in den Übergangszeiten, Kälte UND Nässe wirken sich negativ auf das Knieproblem aus

- generell Stärkung der Muskulatur, viel Schrittarbeit bergauf in der Akutphase, die Muskeln übernehmen bis zu einem gewissen Grad die Stabilisierung der Kniescheibe und unterstützen den Bandapparat

- Vermeidung von punktgenauen Übergängen in der Akutphase vom Trab zum Schritt, sondern auslaufende Übergänge

- vermehrtes Augenmerk des Heranschließens der Hinterhand, somit kann das Hakeln vermieden werden (sehr anstrengend für das Pferd, hier achte ich sehr genau auf mein Pferd und vermeide somit eine Übersäuerung der Muskulatur)

- 2 x jährlich und je nach Bedarf ein chiropraktischer Check; Nach nunmehr fast 5 Jahren sind die Blockaden fast Vergangenheit, dies bedeutet aber immer einen täglichen Check des Rückens, da sich das Knieproblem natürlich auf den Rücken auswirkt.

- die korrekte Hufbearbeitung; je korrekter die Hufstellung der Hinterhufe, umso weniger tritt das Hakeln auf

 



(c) Schoeppl.info - Last modified: 29.10.2009